Mittwoch, 7. Mai 2008

15 Jahre Muff Potter - Lido

Alles begann sehr entspannt. Ein früher Aufbruch nach Kreuzberg, eine schnelle Minipizza am Schlesischen Tor und ein Pils. Im Lido angekommen, spielten bereits die Herren von Herrenmagazin vor dem knapp zur Hälfte gefüllten Lidosaal. So warfen wir ein paar Münzen in den Kicker und vertrieben uns die Zeit, bis Muff Potter loslegten.
Das Lido war nun vielleicht zu gut 2/3 gefüllt. Ein Film begann, der irgendwie überhaupt nicht lustig war, was ein Anwesender, der sich später als ziemlicher Eimer erweisen sollte, auch lauthals kundtat. Artiger Applaus der Leute und los. Die Jungs um Nagel kamen mir während der ersten Songs recht kraftlos vor, es war verhältnismäßig leise, was sich im weiteren Verlauf in meiner Wahrnehmung vermutlich nur durch die nächsten Biere veränderte. Die Songauswahl hinterließ ein aufundab-Gefühl. Über die Stagedivekünste der Konzertbesucher habe ich ja kürzlich erst berichtet. Nagel kommentierte diese dann auch noch ähnlich. Nach 2 Zugaben war alles vorbei. Mehr wollte ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht. Dem Disput über Qualität des Konzerts und des Publikums am Ausgang zwischen zwei Begleitern wich ich aus.
Fazit: Wer viel erwartet, wird auch immer mal wieder enttäuscht. Eine erschöpfte Band traf auf ein widerwilliges Publikum.

Dienstag, 6. Mai 2008

Das 9. Immergut-Festival - Vorwehen

So. Auto ist bestellt. Pavillion ist geprüft. Und es erwartet uns ein entspanntes Wochenende. Schade, dass es noch 3 Wochen dauert. Ich wäre bereit! Das Lineup sieht ja ganz lecker aus.


Der Zeitplan steht:
Freitag, 30. Mai 2008

Haupt- und Nebenbühne
17:30-18:00 Ólafur Arnalds
18:05-18:35 The Audience
18:40-19:20 Blood Red Shoes
19:25-20:00 Trip Fontaine
20:05-20:55 Johnossi
21:00-21:40 Menomena
21:45-22:45 The Weakerthans
22:50-23:30 iLiKETRAiNS
23:40-01:00 The Notwist
01:15-02:00 Louie Austen

Samstag, 31. Mai 2008
15:30-16:00 Ter Haar
16:05-16:35 Microstern
16:45-17:30 John Goldtrain
17:40-18:15 Cartridge
18:25-19:10 Lo-Fi-Fnk
19:20-20:00 Get Well Soon
20:00-20:50 Girls in Hawaii
21:00-21:45 Fotos
21:55-23:10 Slut
23:15-00:00 Peter Licht
00:10-01:30 The Lemonheads

Samstag, 3. Mai 2008

Blackmail - Postbahnhof

Was sind das nur für Unsitten, an einem Samstag um 21 Uhr ein Konzert beginnen zu lassen. Für spontan entschlossene Besucher war es um 21.15 also schon etwas zu spät. Der Postbahnhof angenehm voll, das Publikum endlich mal nicht so arg jung, ab der Hälfte sah man einige auch am Surfen, was ja in letzter Zeit immer verpönter zu werden scheint.
Und Jägermeister + Bier gab mir in meinem hohen Alter auch nach Ewigkeiten einmal wieder den Mut, von einem Monitor per Vorwärtsrolle hineinzutauchen - der Fall kam schnell, und ohne Folgen. Insgesamt ist es schön zu sehen, dass Blackmail eine Konstante ist - konstant gut!

Donnerstag, 1. Mai 2008

Am Tag der Arbeit in Kreuzberg


Foto: Der Till.

Mittwoch, 30. April 2008

Mutter- und Kindbunker angegraben.


Schmale Löcher in 3,5 Metern Tiefe, hindurchrutschen unter 20 cm Beton und schon ist man in einem völlig zerstörten Innenraum. Die 12 Stunden lange Suche nach dem Einstieg wurde dann gegen 23.30 Uhr entschädigt.

Sonntag, 27. April 2008

Kristofer Aström - Babylon

Kristofer Aström - Babylon

Was muss man wohl durchgemacht haben, um solche Lieder wie "How can you live with yourself?" oder "One more drink" zu schreiben? Hell. Das zweite der absolute Tophit des Abends, grandios!
Kristofer Aström ganz allein mit drei verschiedenen Gitarren und einer Mundharmonika stand für ca. 2 Stunden auf der Filmbühne des Kino Babylon. Das Publikum hatte mit "bestuhlte Veranstaltung" vorlieb zu nehmen. Da ich den Herrn schätze, aber erst seit heute wirklich Fan bin, hatte ich anfangs Zweifel, ob der Funke überspringen würde. Er tat's! Irgendwann hätte ich lieber traditionell vor der Bühne gestanden. Fühlbar hatte Kristofer Aström Lust, seine tieftraurigen Songs zu spielen. Ich denke es hilft, wenn man das Publikum wegen des Bühnenlichts nur hören, aber nicht sehen kann.

Nach 4 Zugaben ging ich etwas melancholisch aus dem Kino. Danke für die Musik! Den Abend hätte man bei einem Bierchen in einer netten Lokalität verdauen müssen. Statt dessen konnte nur Einigkeit an einem Kiosk erzielt werden...

Freitag, 18. April 2008

Drop Dead Gorgeous & Everytime I Die - Magnet

Nachdem mir die gute Vanessa die Jungs von Drop Dead, Gorgeous vor gut einem Jahr ans Herz legte, traf man sich schon um 20 Uhr vorm Magnet. Die Schlange aus wartenden Stylo-Emo-Kids war zeitweilig ganz schön lang. Wie bunt die mittlerweile rumlaufen, dementsprechend sahen auch die T-Shirts am Merch-Stand aus. Kein langweiliger schwarzer oder weißer Aufdruck mehr... Die erste Band war für meine Ohren ziemlich glatt, vom Schlage 30secondsonmars; jedenfalls aus der Ferne.
Bei Drop Dead Gorgeous war es anfangs angenehm voll, ein netter Moshpit baute sich auf, aber nach und nach war es für die Kids wohl doch etwas zu schräg. Die Breaks in den Songs sind zwar auf Dauer schwer zu schlucken. Aber endlich einmal wieder richtige, laute Musik. Und ab und an ein nettes Piano nebenbei.
Für Everytime I Die hatte ich dann auch nicht mehr so viel übrig.

"It sounded like an accident"

Donnerstag, 17. April 2008

Letzte Besichtigung des Bunker 2 am Alex


Ein paar Schritte vom großen Bunker am Alex entfernt liegend, dann per Notausstieg in den kleineren der beiden. Als ich mich durch das kleine Gulliloch auf der Baustelle in ca. 9m Tiefe gezwängt hatte, hatte die Kamera keinen Saft mehr. Die DDR hatte ihn offensichtlich einmal als Zivilschutzanlage umgebaut. Die Haupteingänge sind schon vor Ewigkeiten entfernt worden. Da war nix mehr original und einige Wände des Autotunnels, des Mischwasserkanals und der U5 zerschnitten das Bauwerk. Es war die letzte Besichtigung, der Bunker wird demnächst geöffnet und verfüllt.
Der große Bunker neben dem Saturn ist übrigens gerade von außen zu sehen. Die ca. 1,5m dicke Decke ist genau an der Tramhaltestelle offen.

Dienstag, 15. April 2008

Die U3 am Potsdamer Platz...


Berliner Unterwelten Bildungsseminar "Verkehrstechnik Berlin"
Heute war ich schon wieder am Potsdamer Platz. Diesmal gab es U-Bahn. Und zwar den Bahnhof für die schon in Urzeiten geplante U3 von grob Steglitz nach Weißensee. Da man ja bekanntlich am PP ca. 60% der Bauwerte im Untergrund versenkt hat, gibt's jetzt für geraume Zeit dort unten Konzerte und Theater. Jedenfalls sah man ein großes Kulissenlager im Tunnel.

Montag, 14. April 2008

Unter dem Brandenburger Tor...

Berliner Unterwelten Bildungsseminar "Verkehrstechnik Berlin"


Foto:fotocommunity.s-bahn-berlin.de

So eine S-Bahn wirkt doch recht groß, wenn man selbst im Gleisbett steht. Viel Wissenswertes am Tag 1 am Potsdamer Platz. Heute schauten wir uns die Bauvorleistungen für die Ringbahn-Verbindung S21 Richtung Gleisdreieck aus den 30er Jahren an. Anschließend ging es mit einem S-Bahn-Taxi Richtung "Nicht Einsteigen" zum Heuboden unter das Brandenburger Tor. Und damit nicht genug! Schließlich hat Berlin eine ganze Menge mehr gebaut, was dann wegen der bekanntermaßen wechselvollen Geschichte nicht mehr genutzt wurde. Die Bauvorleistung für den Anhalter Richtung Görlitzer Bahnhof war jetzt eher weniger spannend. In der Gegenrichtung bot der sich auffächernde Tunnel ein eindrucksvolleres Bild.

Sonntag, 13. April 2008

Mit dem Verein in Zeitz

www.unterirdisches-zeitz.de

Schwer angeschlagen schaffte ich es in diesem Jahr pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt um 7.30 Uhr am Gesundbrunnen um mit den lieben Kollegen einen Sonntagsausflug nach Zeitz zu unternehmen. Die vorherige Nacht war unerwarteterweise etwas zu lang geworden, aber bis Mittag war ich schließlich auf den Beinen.

Ein System aus miteinander verbundenen Kellern und Tunneln versteckt sich unter der kleinen ehem. Bischofsstadt im Sächsisch-Anhaltinischen. Ursprünglich zum Bierbrauen und -lagern erdacht, dann als Versteck und schließlich zu Luftschutzzwecken verbunden, befindet es sich unter der erhöht liegenden Altstadt. Helm und Friesennerz gab es beim Ausrüster, ein netter Guide nahm uns mit und erzählte ein wenig über Stadt und Verein. Leider kamen innerhalb der gefühlten 15 Minuten Gangsystem offenbar einige Räume bzw. erwartete Informationen nur sehr komprimiert vor. Sichtlich unbefriedigt standen wir nun schon wieder an der Oberfläche.

Das anschließende Essen in der nächstgelegenen Gaststätte incl. Zeitungsinterview mit einer Lokalredakteurin der MZ meinerseits war schnell hinter uns gebracht. Ein Stadtrundgang zur Moritzburg und zwei Kaffee und "Grottenbräu" später, saß der Tross auch schon wieder beim großartig-berlinernden Walter (ohne h und nüscht) im Bus nachm Wedding. Ankunft 20.15 Uhr nach Haus, Bett, fertig.

Donnerstag, 10. April 2008

August Burns Red & Misery Signals - Magnet

Wieder einmal eine Vorband, die zu überzeugen wusste. August Burns Red, der Name eher einfallslos, wie ich finde, boten überzeugenden (Metal-)Core, der aber gegen Ende mit den schwindenden Kräften nachließ. Das Publikum nett anzuschauen, obwohl die Kids heute nicht nur mehr nur jung sind, sondern auch noch überdurchschnittlich groß. Früher war das mal anders... ;-)
Bei den eigentlichen Misery Signals verloren sich die Anhänger allmählich, um auch das Bayern-Getafe-Debakel zu sehen. Ein netter Abend, der gegen 23.30 Uhr schon zu Ende war.

Freitag, 4. April 2008

Und es war kalt! Eine Cabriofahrt mit der BVG

Foto: www.berlinometer.de

Einen Jägermeister zum Warmbleiben erworben, in der Tasche verstaut. So fanden wir den Weg zum U5-Bahnsteig am Alex. Es war Samstag, und wir fuhren nicht mit irgendeiner U-Bahn. Die BVG macht für Tunnelverrückte die Cabriofahrten. Da ich den Kollegen, der in den nächsten zwei Stunden in seinem warmen Führerhaus sitzend, gut kannte und schätze, fühlte sich meine Gruppe unter ihren Helmen geborgen und gut entertained. Und Dominic konnte uns aber auch über jeden Bahnhof und Tunnel spannende Sachen berichten. Und natürlich wurden wir auch nicht von seinen allgemeinen Lebensweisheiten verschont. Davon hat er einige auf Lager. Getreu seinem Motto wie bei jeder Führung: Keine Gnade für das Publikum! Ihr wolltet es ja nicht anders. Die angekündigte Einfahrt gegen 1.30 Uhr im Alexanderplatz war dann auch wie eine Erlösung! ;-) Danke an dieser Stelle für die Fahrt.

Achso und ein Gruß an den Betrunkenen im Herrmannplatz. Für ihn waren wir echt eine Erscheinung. manchmal fühlte ich mich auch ein wenig beobachtet...

Mittwoch, 2. April 2008

Hader muss weg - Admiralspalast



Jenny Zylka spricht über einen "Comedian's Comedian". link