Zuerst galt es einen geeigneten Parkcampingplatz für Bulli und Zelt zu finden. Unsere Franzi hatte das große Zelt mitgebracht, nur leider ohne Zeltstangen... Was nun? Kein Obdach und 3 Tage wach? Die Organisation neuer passender Zeltstangen erwies sich als undurchführbar. Es musste improvisiert werden und so stiegen wir den beiden anderen förmlich aufs Dach.
Irgendwann hatte uns der Festivalbus dann auf das Gelände gebracht, Cuba Libre eröffnete das Fest und ich fand mich gleich in einer Wall of Death bei Blackmail wieder. Anfangs war der Sound sehr schwammig, das gab sich jedoch. Eine Setlist nach einem Konzert war die Ausbeute. Klee gaben gerade im Geministagezelt ein nettes Konzert. Im strömenden Regen draußen wurde es drinnen heimelig. Danach fand meine erste Platzbegehung statt. Nur hatte der Regen noch immer nicht aufgehört und auf dem 25.000 Menschen fassenden Hauptplatz vor der Mainstage fanden sich keine Leute ein. Regen, Rausch, Pyrotechnik - eine durch Wodka-Redbull beeinflusste, beeindruckende Atmosphäre um mich herum. Nun zurück zum Treffpunkt - der St.Pauli-Stand. Und dort erwarteten mich die angeschäkerten Sylvie und Franzi um direkt zu Zoot Woman durchzustarten. Und siehe da, mein erstes Mal Zoot Woman live und wir waren in Tanzlaune. Teure Hotdogs, Biofleisch, Tofusachen und vieles mehr später hatte der Regen aufgehört, ein Plätzchen auf den die Mainstage umrundenden Treppen war gefunden. Deus spielten auf, das einzige Festivalkonzert in D. Und es war verstörend-faszinierend. Was dann im einzelnen passierte, bis die Editors begannen, ist fraglich. Mit All Sparks will burn out in the end rundeten die Herren aus England meinen Festivalabend gegen 4:30 Uhr ab.
Was bleibt: Das beeindruckendste am Melt ist die Location. Eine riesige Bühne umrahmt von Braunkohlebaggern, die mit Licht und Pyrotechnik eine unglaubliche Atmosphäre liefern. Wie muss es wohl sein, wenn man nicht nur Bier trinkt...? Nach einer Nacht im Bullidach und einem feuchtkalten Morgen ging es auch schon wieder heim.

