Mittwoch, 21. November 2007

Ibsens Gespenster & Clerks II

Berlin, Kuhdamm, Schaubühne: Auch wenn ich nicht so oft ins Theater gehe und während der Vorstellung von Ibsens "Gespenster" ständig überlegte, ob ich das dargebotene Stück nun gut finden sollte, weil ich keinen Vergleich anstellen kann, oder nicht gut finden, weil es sich zwischendurch arg in die Länge zog und kein wirklicher Spannungsbogen aufgebaut wurde, entwickelte sich der Abend.
Dem Theaterstück sollte noch eine DVD folgen. Clerks II erfüllte die Erwartungen über. Normalerweise sind Sequels von solchen kultverdächtigen Low-Budget-Produktionen ja eher unspannend. Wer den ersten Schwarz-Weiss-Teil kennt, wird diesen auch gelungen finden.

Hier nocheinmal Trailer Teil 1

Sonntag, 18. November 2007

The Good Life - Cafe Zapata/Tacheles

Wie beschreibt man am bestens, was sich für ein Gefühl einstellt, wenn man Tim Kasher und The Good Life live beiwohnen darf?
Ich bekam an diesem Abend in etwa dasselbe Kribbeln, das ich damals bei meinen ersten Konzerten von Hot Water Music, den Weakerthans oder Bright Eyes hatte. Das sollte eigentlich als Beschreibung ausreichen. Es war einfach richtig gut. Das Tacheles ist und bleibt aber wie ich finde kein sonderlich schöner Live-Ort.

Und wie sagte schon Conor Oberst in "Nothing Gets Crossed Out" auf Lifted Or The Story Is In The Soil, Keep Your Ear To The Ground (2002): "But Im tryin' and take some comfort in written words,
yeah Tim I heard your album and it's better than good.
When you get off tour I think we should hang and black out together.
Because I've been feeling sentimental for days gone by...
all those summers singing, drinking, laughing, wasting out time.
Remember all those songs and the way we smiled
in those basements made of music."

Dienstag, 6. November 2007

Tribute to Nothing - Magnet

Die diensttägliche Rockbar mit einer unserer bezaubernden Lieblings-DJanes Trust the Girl war ein netter Ausflug, der wie ich finde, in letzter Zeit viel zu selten stattfindet. Es ging gut los. Ein Jägermeister als Dönerzerhacker und gegen die Kälte, unsere Namen auf der Gästeliste, Freibier abgegriffen und zwei Drittel des Tribute to Nothing-Sets mitgenommen - für lau.
Was will man mehr?
Die Band, wie schon beim letzten Mal vor knapp 2 Jahren, vor vielleicht 50 Gästen spielend, gab einiges. Der Sänger bedrohte sich und seine Kollegen mit dem herumwirbelnden Micro, überwiegend überzeugende "klassische" Emo-Stücke waren zu bestaunen.
Heute: Keine Kopfschmerzen!

Samstag, 3. November 2007

Supervixen - Wild at Heart


Eigentlich stand ja ein Besuch des Weserstadions an, stattdessen ging es in Kreuzberg in die Vollen.

Zugegeben, der Name dieser norwegischen Frauenband ist, sagen wir mal, provokativ. Man ist doch arg an Russ Meyer erinnert. Die Musik war wie so oft im Wild at Heart dann aber im Hintergrund. Die Damen lieferten einen Punkrock, der mich nicht mehr kicken konnte. Und die fünf Schlangenbisse vollbrachten ihr Werk. Der Besuch des Magnets war nicht mehr möglich, so blieben wir nach einem Besuch im Franken schließlich in Kreuzberg und kehrten in den Privatclub ein. Der Rest ist Schmerzen am nächsten Morgen bzw. Nachmittag.

Donnerstag, 1. November 2007

Jupiter Jones - Molotov Hamburg


4 Tage später, wieder Hamburg.
Mit Nilsen im ICE nach Hamburg und einmal wieder an den Landungsbrücken raus, um Björn zu treffen, ein schnelles Astra im Lehmitz genommen und rein ins muggelige Molotov direkt im Herzen St.Paulis.
The Ghost of Tom Joad hieß die erste Band. Sie vermochten die Anwesenden nicht zu mehr als dem berühmt-berüchtigten norddeutschen Nicken und leicht Wippen zu animieren.
Wenig später dann Jupiter Jones im angenehm gefüllten Molotov eröffnen mit "Alleiner". Das schön anzusehende Publikum kam langsam aus sich heraus. Ab der Zugabe konnte ich mich dann auch nicht mehr aus dem kleinen Moshpit zurück halten. Lang ist's her...
Die setlist kommt morgen.