Donnerstag, 21. Juni 2007

"Die heimlichen Wilden" - Leute vom Bau Teil IV

Als jemand, der sich des öfteren in mit Stahl bewährten Betonbauwerken aufhält, kenne ich die Eigenschaften von eben diesem flexiblen Baustoff.

Der Weg zur Uni wäre heute fast in der flüssigen Form also frischem Beton zu Ende gewesen. Auf der warum auch immer neu zu machenden Str. d. 17. Juni, an der Baustelle, über die ich immer zu fahren pflege, hatten die "Heimlichen Wilden" überall kleine 2 x 0,5m große Stellen ausgebessert OHNE wie sonst üblich diverse Warnhütchen oder weiträumige Absperrungen zu installieren. Eines dieser Löcher wurde mir zum Verhängnis. Bis zur Schaltung versank mein Hinterrad in der grauen flüssigen Masse. Zum Glück hatte ich genug Schwung, kam doch recht schnell durch, konnte das Zeug abfahren. Weil die Musik grad so schön laut war, hörte ich auf meiner Flucht vor den vor dem zerfurchten Tagwerk stehenden Warnjackenträgern keine Aufforderungen, stehen zu bleiben.
Als ich vier Stunden später zum Ort des Geschehens zurück kehrte, standen fünf Fachkräfte an der Furche.

Montag, 18. Juni 2007

Katerstimmung - Gefeiert wurde "10 Jahre Berliner Unterwelten"












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Die Feierei in der vergangenen Woche hat Spuren hinterlassen.
Mittwoch eröffnete der Kultursenator Berlins in der Urania die Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum. Die folgenden Vorträge und den Auftritt des Dokumentartheaters hätte ich mir gern noch angesehen, doch stand an diesem Abend ja noch der großartige Auftritt der "Göttin der Finsternis" im Postbahnhof an.
Nach einem vollen Arbeitstag am Freitag hieß es, sich schick zu machen zum Unterweltenball in einem 20er Jahre Ballroom in Charlottenburg. Leckeres Essen, gratis Getränke und ein nicht zu unterschätzendes Gewitter zögerten unsere Heimkehr schließlich bis 3:30Uhr heraus.
Dummerweise mußte ich am kommenden Morgen eine Tour 1 und noch dazu auf Englisch halten... die 8 Gäste waren geduldig und gnädig, schließlich hatten sie von unserer Woche gehört.
Sonntag also gestern klang mit einem äußerst gut besuchten "Tag der Unterwelt" das Fest aus. Mit einigen Vereinsmitgliedern sangen und tranken wir schließlich noch ein Weilchen, überhäuften uns gegenseitig mit Komplimenten.
All in all: Bis zu meinem Geburtstag werde ich nichts mehr trinken! Es sei denn, es sollte sehr warm werden und am Donnerstag spielen Dashboard Confessional und am Samstag ist schon wieder eine Feier in Neubrandenburg und am Sonntag grillt die Danziggruppe...) aber danach!

Mittwoch, 13. Juni 2007

ISIS - Berlin Postbahnhof

Was soll ich sagen? Isis zum zweiten Mal gesehen, und ich weiß noch immer nicht, ob der Auftritt in der Volksbühne 2005 oder das hier heute Abend besser, intensiver, lauter, rauher war... Isis schaffen es, ihre Musik so zu steigern, dass einem kein Vergleich einfallen will. Man wird von den Noise-Wänden weggeblasen um vom eigentlichen Thema wieder eingefangen zu werden. Wo man nach gefühlter 10facher Intensivierung keine Steigerung mehr für möglich hält, gibt's von Isis noch einen startenden Düsenjet obendrauf. Am Ende fühlt man sich durch den Wolf gedreht, ist beeindruckt, wie berauscht man in Kombination mit Musik sein kann.

Die Idee, einen Liegestuhl in die Halle zu schmuggeln, war das I-Tüpfelchen. Thx Olli!

Montag, 11. Juni 2007

Highfield, die IV. - Warum alte Gewohnheiten ändern?

Das "grüne Herz Deutschlands" ruft zur Nummer IV. Nachdem Becci&Björn nun beim Immergut Blut geleckt haben, können wir sie natürlich nicht allein lassen. Irgendwer muss ja auch ein wenig aufpassen...
... AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD | ALBERT HAMMOND JR. | BILLY TALENT | BRAND NEW | CHRIS CORNELL | EAGLES OF DEATH METAL | ENTER SHIKARI | FALL OUT BOY | FUNERAL FOR A FRIEND | HELLOGOODBYE | INTERPOL | JIMMY EAT WORLD | KAISER CHIEFS | KLAXONS | MIA | MILLENCOLIN | MONEYBROTHER | SILVERCHAIR | SILVERSUN PICKUPS | SPARTA | TEGAN & SARA | THE ENEMY | THE SOUNDS | THE USED | TOCOTRONIC |

Das Forum

Das Forum ist ab heute Geschichte. Werden wir es vermissen? Ich denke nicht.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Bin dann mal weg... in Danzig (Gdansk) - Nachtrag 1

Mit dem Prof. am Ostseestrand bei Stutthof.
Das Seminar fand an den ersten beiden Tagen in der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig statt. Hier: Das Lager-Eingangstor hinter der Kommandantur.
Einige Barracken sind erhalten und werden für Ausstellungen genutzt.
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Das KZ Stutthof wurde bereits im September 1939 angelegt, 1942 erhielt es die offizielle Bezeichnung Konzentrationslager. Auf einer Fläche von schließlich 120 Hektar inhaftierten die Deutschen insgesamt 110.000 Menschen aus 28 Staaten von denen im Lager und auf der als "Todesmarsch" bezeichneten Evakuierung 1945 zwischen 63.000 - 65.000 den Tod fanden.
Literatur:
Danuta Drywa, Das Konzentrationslager Stutthof vom September 1939 bis Mai 1945, Gdansk 2007.
Janina Grabowska,
Stutthof. Ein Konzentrationslager vor den Toren Danzigs, 2. Aufl. , Bremen 1995.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Immergut-Festival VIII Nachtrag 1 - So jung kommen wir nicht mehr zusammen!

Björn auf dem Stairway to Heaven. Hail to the webmaster!

'ne neue Muff Potter-Setlist gibt's auch noch: Guckst du hier!

Montag, 4. Juni 2007

65daysofstatic - Magnet Berlin

Da war noch was zu erledigen.
Das von den vorhergehenden Tagen stammende Brennen im Magen noch einmal mit Feuer bekämpfen, nocheinmal die Augen zumachen und Knüppel auf den Kopp! 65daysofstatic am Anfang unglaublich rauh und wüst. Dann auch wieder wie gewohnt, teilweise Elektronikgeschnurpsel und Gitarrenverspieltheit.
Danke! Jetzt gehe ich schlafen und ausnüchtern.

Sonntag, 3. Juni 2007

Immergut-Festival VIII - So jung kommen wir nicht mehr zusammen!


Bilanz des Wochenendes:

Zurück von einem der schönsten Immergut-Festivals sitze ich jetzt wieder Kaffee trinkend in meiner Bude, sollte eigentlich in der Uni sein und später auch noch etwas arbeiten gehen. Vier Tage im Grünen die Lieder der letzten Jahre singen; vier Tage zurück in die Vergangenheit mit all den Leuten, die mittlerweile Inbegriff des Immergut sind; vier Tage auf der Suche nach der idealen Rausch-Musik-Kombination; vier Tage Menschen beobachten, die sich selbst feiern ("We'll never walk alone!") oder ausschließlich der Musik wegen kamen; und auch vier Tage von himmelhoch-jauchzend bei Muff Potter und zu Tode betrübt (danke Sophia); die Routine ernüchternd, das Bauchgefühl nach vielen weniger guten Festivals definitiv wieder gut!
Und anders. Was früher oft stressige Aufgeregtheit oder lähmende Lethargie war, ist jetzt Ausgeglichenheit und das Warten auf und das Finden der guten Momente. "So jung kommen wir nicht mehr zusammen!" Und dann "sitzen wir so vorm Molotov und trinken Cocktails, auf die gute alte Zeit. Seit an Seit mit den Genossen, und Hans Dampf in allen Gassen. Und wir seufzen bis zur Heiserkeit." ...und es ist kühl und nieselt und unangenhem hell vor der Bühne, an der unter dem Immergut-Banner KAPITULATION zu lesen ist.

Das beste Konzert: Tocotronic! (Während ich hier schreibe läuft gerade Jackpot bei MotorFM.) Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Jungs über ein komplettes Set kicken würden. Nicht nur das beste Konzert, sondern auch einer der großartigsten Festivalabschlüsse. (Hier übrigens der FAZ-Artikel zur Kapitulation)

Überraschung: Das Jeans Team spielte nicht. Dafür kamen die sympatischen Muff Potter aus Münster. Da war dann plötzlich doch was zum toben für die angehenden 30er und Björn.

Eine Enttäuschung: Das Konzert von Kristofer Aström war viel zu kurz. Ich hätte noch Stunden weiter zuhören können.

Neuentdeckung: Friska Viljor. Die blonden Schweden spielten am Freitag im Zelt und ich war begeistert!

...was bleibt: ein Veilchen. Sorry nochmal! ;-) Bis zur Hochzeit ist alles wieder weg.

Freitag, 1. Juni 2007