Sonntag, 3. Juni 2007

Immergut-Festival VIII - So jung kommen wir nicht mehr zusammen!


Bilanz des Wochenendes:

Zurück von einem der schönsten Immergut-Festivals sitze ich jetzt wieder Kaffee trinkend in meiner Bude, sollte eigentlich in der Uni sein und später auch noch etwas arbeiten gehen. Vier Tage im Grünen die Lieder der letzten Jahre singen; vier Tage zurück in die Vergangenheit mit all den Leuten, die mittlerweile Inbegriff des Immergut sind; vier Tage auf der Suche nach der idealen Rausch-Musik-Kombination; vier Tage Menschen beobachten, die sich selbst feiern ("We'll never walk alone!") oder ausschließlich der Musik wegen kamen; und auch vier Tage von himmelhoch-jauchzend bei Muff Potter und zu Tode betrübt (danke Sophia); die Routine ernüchternd, das Bauchgefühl nach vielen weniger guten Festivals definitiv wieder gut!
Und anders. Was früher oft stressige Aufgeregtheit oder lähmende Lethargie war, ist jetzt Ausgeglichenheit und das Warten auf und das Finden der guten Momente. "So jung kommen wir nicht mehr zusammen!" Und dann "sitzen wir so vorm Molotov und trinken Cocktails, auf die gute alte Zeit. Seit an Seit mit den Genossen, und Hans Dampf in allen Gassen. Und wir seufzen bis zur Heiserkeit." ...und es ist kühl und nieselt und unangenhem hell vor der Bühne, an der unter dem Immergut-Banner KAPITULATION zu lesen ist.

Das beste Konzert: Tocotronic! (Während ich hier schreibe läuft gerade Jackpot bei MotorFM.) Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Jungs über ein komplettes Set kicken würden. Nicht nur das beste Konzert, sondern auch einer der großartigsten Festivalabschlüsse. (Hier übrigens der FAZ-Artikel zur Kapitulation)

Überraschung: Das Jeans Team spielte nicht. Dafür kamen die sympatischen Muff Potter aus Münster. Da war dann plötzlich doch was zum toben für die angehenden 30er und Björn.

Eine Enttäuschung: Das Konzert von Kristofer Aström war viel zu kurz. Ich hätte noch Stunden weiter zuhören können.

Neuentdeckung: Friska Viljor. Die blonden Schweden spielten am Freitag im Zelt und ich war begeistert!

...was bleibt: ein Veilchen. Sorry nochmal! ;-) Bis zur Hochzeit ist alles wieder weg.

Freitag, 1. Juni 2007

Sonntag, 27. Mai 2007

Kicktipp Endstand!


Gesamtübersicht . And the winner is...

Da freue ich mich jetzt auch offiziell über 6 Kästen kühles Blondes! Auf das neue Tippspiel mit Magdeburg und St.Pauli!!!

Pos. Tipper Siege Bon.Ges.
1. Neopunk 9,00 15 246
2. Akiem 5,83 15 239
3. Andre 3,50 15 211
4. R-ost-cker 3,83 10 206
5. Toni 7,33 5 199
6. digga 4,00 0 193
7. Eggeschegge 0,50 0 22

Alles klar? Auf myspace gibt's ein prelistening.

Montag, 14. Mai 2007

Bin dann mal weg... in Danzig (Gdansk)

Wie schon 2005 (Link) verschlägt es mich ab morgen mit einer Studentengruppe um Prof. Benz nach Polen. Ziel: Danzig. Thema des Hauptseminars: NS-Politik in Polen 1939-1945













Hier der Ablaufplan:
Mi & Do: ab 11 Uhr Besichtigung des ehem. KZ und heutigen Gedenkstätte Stutthof, Treffen mit Historikern und Überlebenden
Fr: ab 8 Uhr Seminar zur Stadtgeschichte in Danzig, Treffen mit Zeitzeugen
Sa: Museum der "Polnischen Post", Besichtigung der Westerplatte und der Solidarnosz-Werft
Wer will, kann mich dann am So um 7 Uhr am HBF abholen...

Freitag, 11. Mai 2007

Eine Woche Bildungsseminar: "Berlins geheime Denkmäler - Sicherung vergessener Bauten"


Soweit die Füße tragen...
Jetzt weiß ich wieder, wie sich Schulklassen auf Abschlussfahrt in Berlin fühlen - tagsüber volles Programm, nachts auf Tour. (Zu Letzterem war ich dann doch nicht mehr in der Lage.)

Die Vereinskollegen Jürgen und Ralf hatten mich zu Ausbildungszwecken als Assistent mitgenommen, was bedeutet, man ist ab ca. 8:45 Uhr im Einsatz, Feierabend war meist gegen 16:30 Uhr.

Die Woche zusammengefasst: O-Ton Jürgen: "Es war das verregnetste Seminar aller Zeiten!"

Nachdem ich am Montag nicht teilnehmen konnte, stand am Dienstag ein Besuch der sagenumwobenen Gesundbrunnenquelle bevor. Verpennt, wie ich normalerweise um 8 Uhr bin, führte mich mein Weg jedoch zum Programmpunkt des Mittwochs - der Rohrpostzentrale im ehem. Haupttelegrafenamt in Mitte. Der Fehler war zehn Minuten vor 9 Uhr bemerkt, also weiter Richtung Gesundbrunnen. Niemand vor Ort, dann gegen 10:15 Uhr die Info, die Gruppe ist am Schwerbelastungskörper (Link).

Von dort sollte direkt der Luftschutz-Musterstollen (Link) auf dem am Columbiadamm in Kreuzberg liegenden ehemaligen Kasernengelände (heute Polizei) ein Besuch abgestattet werden. Ich war pünktlich vor Ort, die Gruppe nicht. Nach zwei intensiven Schauern entschloss ich mich, etwas auf dem Gelände herumzulaufen, die Seminarteilnehmer hatten sich aber auf dem großen Gelände gut getarnt.

Was soll's, back to Gesundbrunnen zu Curry mit Pommes. Den Laden kann ich echt empfehlen!

Um 13:30 Uhr stand ein Besuch im Holocaust-Denkmal an. Und Jürgen war endlich da. Ich war selbst noch nie im unterirdischen Ort der Information. Besonders beeindruckend, der Raum mit den Schriftstücken auf dem Fussboden.

Ein anschließender Rundgang im historischen Regierungsviertel brachte den Teilnehmern einiges Neue, incl. dem Besuch des UBahnhofs Mohrenstrasse, über dessen Marmor oftmals falsch geunkt wird, dass es die Täfelung aus der Neuen Reichskanzlei sei. Jürgen stellte dies richtig.

Der Mittwoch begann mit einem Termin im alten HTA (Link) in der Oranienburger Strasse. Ralf referierte, ich nutzte unterdessen die Zeit, um in der Kulturbrauerei die auf zwei Leute zusammen geschrumpfte BerlinOnBike Fahrradtruppe zu begrüßen. Zurück bei der Rohrpost ging es direkt zum Märkischen Museum. Nun bin ich kein ausgesprochener Frühzeitinteressierter Historiker, was sich durch den etwas zu ruhigen Vortrag des Referenten auch nicht änderte.
Die Mittagspause begann. Die Stabi am Potsdamer Platz hatte noch ein Buch für mich, danach gleich zurück zur Schloßfreiheit (Link).

Die unterirdischen Anlagen am Schloßplatz in Mitte waren für mich das Highlight der Woche. An dem Platz befand sich einst ein kaiserliches Nationaldenkmal, mit einer zentralen Reiterstatue von Wilhelm I. Damit der mehrere hundert Tonnen schwere Bronzeklotz nicht in dem morastigen Boden an dem Schleusenkanal versackte, errichteten die Altvorderen ein ausgedehntes Fundament aus Ziegelgewölben. Das für alliierte Siegesfotografien beliebte Denkmal war jedoch den Herren um Walter Ulbricht ein Dorn im Auge - es verschwand, die Fundamente blieben. Es erwartete uns eine feuchte, kühle Höhle unter einer dieser (für mich mittlerweile nicht mehr unscheinbaren) Luken auf dem Boden. Stalaktiten in allen Formen und Größen, an einigen Stellen Tropfsteinsäulen oder cm-dicke Ablagerungen. Hier und da breite Risse im Gemäuer, die bereits 1936 von den Ingenieuren in Augenschein genommen worden waren.
Der folgende Vortrag eines sehr ambitionierten Herren über die Geologie der Spreeinsel konnte ich neben den Abrruchgeräuschen des Palastes der Republik, dem Strassenlärm und einsetzender Erschöpfung nur noch bedingt folgen.

Donnerstag: Uni und schlafen

Freitag: Treffpunkt 8:45 Uhr UBahnhof Südstern, Ziel Gasometer und Luftschutzbunker Fichtestrasse (Link)
Die BVG-Auskunft sagt 25 min ab Schönhauser Allee. Am Westkreuz fiel mir dann auch schon auf, dass der Fichtebunker in Kreuzberg zu finden ist, von dem ich mich nun immer weiter entfernte. Dummerweise sind Südkreuz und Südstern verschiedene Stationen - ich war schließlich nach einer einstündigen Fahrt um 8:55 Uhr am Ziel, zum Glück hatte der gute Jürgen sich auch irgendwie verfahren. Mein Eindruck von diesem Denkmal: Typische bedrückend enge Räume und Gänge auf 4 Etagen für 6000 Menschen... ein großer Bunker!

Danach kam das Highlight Nr. 2: Ein Besuch des ältesten kontinentaleuropäischen UBahntunnels von 1895 (Link). 295m lang schlängelt sich dieser unter dem Gelände der AEG im Wedding entlang, teilweise liegen sogar noch die Schienen drin. Mit der Seminarkritik und die Verteilung der Zertifikate in der Kantine der TU auf dem AEG-Gelände fand das Bildungsseminar sein Ende.

Dank an Jürgen und Ralf. Vielleicht komme ich zum nächsten Seminar "Mythos Friedhöfe" wieder als Assistent mit.

Dienstag, 24. April 2007

Fototermin

Hier nochmal zur Erinnerung. Die beste Gelegenheit im Spreewald haben wir ja dummerweise verpasst. LINK

Montag, 23. April 2007

Murder by Death - Bassy, Berlin

Murder by Death - Bassy Berlin















Das Resumee vorneweg. Ein perfekter Abend!

Das Bassy (Link), der Cowboy Club, war leider nur mässig gefüllt, was für uns nicht schlimm war. Der Band wäre ein volles Haus gegönnt gewesen. Denn was Murder by Death aus Indiana boten, war großartige traurige Musik aus den staubigen Weiten des Südens, wo die Würmer noch im Tequlia schwimmen und Whiskey instead of Water getrunken wird, weil es sonst nicht zum aushalten wäre...

Was die Band auszeichnet, sind das dominante Cello und die Unterhemd tragende Stimme des Sängers. Nicht wenig mit der Gesamtstimmung des Abends hatte schließlich auch, das sei an dieser Stelle hinzugefügt, die schöne Cellistin der Band zu tun. Jeder versuchte, den Blick auf die Bühne nicht durch unüberlegtes Bierholen oder Bierwegbringen zu verlieren. Mark auf der Empore, Akiem und der Autor in erhöht stehenden Friseurstühlen.

'ne Setlist gab es auch noch. (Link)

Dienstag, 3. April 2007

Endlich neue Setlists


So. Der Stapel an Setlisten ist erst einmal abgearbeitet...

LINK

Donnerstag, 29. März 2007

All That Remains & Misery Signals - Magnet Berlin



Mark und ich waren seit langem mal wieder auswärts Biere trinken und Krachmucke hören. Der Eintritt war mit 16 € zwar ganz schön hoch, aber ein überzeugender Gig von Misery Signals als Tourauftakt errinnerte an alte Zeiten.

http://www.miserysignals.net/

-> youtube

All that remains? Noch nie was von gehört... oder doch. Interessantes Konzert, bei dem für jeden was dabei war. Der Anfang Metalcore-Gegniedel wie bei Darkest Hour, dazwischen Emostücke, dann auch mal Kreisch- und Grunz-Death-Metal. ...wie soll sich das auf einer Platte wohl anhören.
Alles in allem ein guter Abend, der schon um 0:00 Uhr endete!

http://www.allthatremainsonline.com/

-> youtube

Dienstag, 27. März 2007

Deftones - Columbiahalle Berlin

Endlich ein neuer Eintrag!

Bekanntermaßen gastierten die Deftones in Berlin. Glücklicherweise hatte mir meine Sylvie die Karte geschenkt. So standen wir dann mit vielleicht 1500 anderen Leuten in der alles andere als vollen Columbiahalle. Die Veranstalter sollten sich beim nächsten Mal wohl doch Gedanken um unverschämte Eintrittspreise machen... (34€)

Die üblichen lieben Verdächtigen waren natürlich auch dabei. Grüße an die beiden Ex-Rostocker, denen wir durch unser beherztes Nachvornedrängeln die Sicht versperrten. Dann wurde geschunkelt. Chino hat übrigens im Vergleich zum "Hole in the Earth"-Video ordentlich abgespeckt. Hätte ich Geld bezahlt, hätte ich mich geärgert. So war es ein angenehmes Konzert mit den üblichen Aktivitäten Trinken, Rauchen, Klatschen, Crowdsurfen etc.

Hab dann Chino nochmal nach 'ner Setlist gefragt. Voila!

Deftones - Columbiahalle Berlin

Montag, 26. Februar 2007

Mittwoch, 7. Februar 2007

Give it a name - Festival