Bilanz des Wochenendes:
Zurück von einem der schönsten Immergut-Festivals sitze ich jetzt wieder Kaffee trinkend in meiner Bude, sollte eigentlich in der Uni sein und später auch noch etwas arbeiten gehen. Vier Tage im Grünen die Lieder der letzten Jahre singen; vier Tage zurück in die Vergangenheit mit all den Leuten, die mittlerweile Inbegriff des Immergut sind; vier Tage auf der Suche nach der idealen Rausch-Musik-Kombination; vier Tage Menschen beobachten, die sich selbst feiern ("We'll never walk alone!") oder ausschließlich der Musik wegen kamen; und auch vier Tage von himmelhoch-jauchzend bei Muff Potter und zu Tode betrübt (danke Sophia); die Routine ernüchternd, das Bauchgefühl nach vielen weniger guten Festivals definitiv wieder gut!
Und anders. Was früher oft stressige Aufgeregtheit oder lähmende Lethargie war, ist jetzt Ausgeglichenheit und das Warten auf und das Finden der guten Momente. "So jung kommen wir nicht mehr zusammen!" Und dann "sitzen wir so vorm Molotov und trinken Cocktails, auf die gute alte Zeit. Seit an Seit mit den Genossen, und Hans Dampf in allen Gassen. Und wir seufzen bis zur Heiserkeit." ...und es ist kühl und nieselt und unangenhem hell vor der Bühne, an der unter dem Immergut-Banner KAPITULATION zu lesen ist.
Das beste Konzert: Tocotronic! (Während ich hier schreibe läuft gerade Jackpot bei MotorFM.) Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Jungs über ein komplettes Set kicken würden. Nicht nur das beste Konzert, sondern auch einer der großartigsten Festivalabschlüsse. (Hier übrigens der FAZ-Artikel zur Kapitulation)
Überraschung: Das Jeans Team spielte nicht. Dafür kamen die sympatischen Muff Potter aus Münster. Da war dann plötzlich doch was zum toben für die angehenden 30er und Björn.
Eine Enttäuschung: Das Konzert von Kristofer Aström war viel zu kurz. Ich hätte noch Stunden weiter zuhören können.
Neuentdeckung: Friska Viljor. Die blonden Schweden spielten am Freitag im Zelt und ich war begeistert!
...was bleibt: ein Veilchen. Sorry nochmal! ;-) Bis zur Hochzeit ist alles wieder weg.
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