Die wenigen Male, die ich im Jahr einkaufen gehe, verbinde ich meist mit dem Hören der musikalischen Empfehlungen von Freunden mit Musikgeschmack. Heute: Gisbert zu Knyphausen. Ein merkwürdiger Name, den sich das Quintett aus Hamburg gegeben hat. Aber anyway, sie sind auf dem Weg unter meine Album-Top-5 des Jahres zu kommen. Nicht so negativ wie Sylt von Kettcar, aber auch nicht gerade ein Antidepressivum. Passend zu der grauen Wolke draußen. Großartig!
Myspace
Donnerstag, 12. Juni 2008
Dienstag, 10. Juni 2008
Rage Against The Machine - Zitadelle Spandau
Da waren sie wieder. Nach acht Jahren gaben die Jungs um Zack de la Rocha ein paar Shows in Deutschland. Die Preise um die 50 Euro schreckten nicht nur mich ab. Angekommen gegen 18.30 Uhr waren bereits viele Leute damit beschäftigt, Tickets hochzuhalten, die sie zuviel hatten. Die ersten, die ich fragte, was sie denn nun haben wollten, versuchten noch ein Geschäft zu machen. Nach und nach ergriff die Leute jedenfalls langsam die Panik, etwas zu verpassen und die Preise purzelten. Mein Ticket kostete dann noch 15€.
Ich kenne die Zitadelle ja durch Vereinsinterne Führungen recht gut. An der nordwestlichen Ecke fand sich ein netter Platz, um die Staubwolkenbildung bei Antiflag zu beobachten. Nach den obligatorischen Schmähungen des worst President ever, spielten die Jungs eine knappe Stunde ihre Politpunkstücke. Weitgehend ganz passabel, ich bin halt kein Fan dieser Richtung mehr, naja vielleicht nur nicht von Antiflag.
Eine gute Stunde ließen dann RATM auf sich warten. Testify eröffnete und ich hatte das erste Mal Gänsehaut. Acht Jahre ist es her! Das Publikum war in bester Stimmung, unerwartet textsicher und ab Guerilla Radio steckte ich auch fast bis zum Schluss in einer SchwarzStaubSchweißwolke vor dem ersten Zaun. Gegen 23 Uhr war schon wieder alles vorbei. Ein Besuch von Gavin Rosdale um 0 Uhr im Lido schloss sich aus, da ich komplett verdreckt und mit Staub in Ohren, Nase und Mund aus der Zitadelle kam. Ein ordentliches Konzert.
Nur leider schwebte über allem dummerweise der Eindruck, dass Attitüde und Musik egal und komplett der kommerziellen Vermarktung gewichen sind. Ohne neues Album nach Jahren für 50€ Eintritt und 30€-T-Shirts aufzuwarten, ist leider nicht nett.
Text:The world is my expense The cost of my desire Jesus blessed me with its future And I protect it with fire So raise your fists And march around Don't dare take what you need I'll jail and bury those committed And smother the rest in greed Crawl with me into tomorrow Or I'll drag you to your grave I'm deep inside your children They'll betray you in my name
Sleep now in the fire
The lie is my expense The scope of my desire The Party blessed me with its future And I protect it with fire I am the Nina The Pinta The Santa Maria The noose and the rapist And the fields overseer The agents of orange The priests of Hiroshima The cost of my desire
Sleep now in the fire
For it's the end of history It's caged and frozen still There is no other pill to take So swallow the one That made you ill The Nina The Pinta The Santa Maria The noose and the rapist The fields overseer The agents of orange The priests of Hiroshima The cost of my desire
Sleep now in the fire
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Montag, 9. Juni 2008
EM-Tag 3
Niederland - Italien 3:0
Rumänien - Frankreich 0:0
Tatort: Tante Käthe. Ich liebe diesen Laden! Nachdem das erste Spiel an Langweiligkeit kaum zu überbieten war, kam beim Spiel der Holländer eine nette Atmosphäre auf.
Niederland - Italien 3:0
Rumänien - Frankreich 0:0
Tatort: Tante Käthe. Ich liebe diesen Laden! Nachdem das erste Spiel an Langweiligkeit kaum zu überbieten war, kam beim Spiel der Holländer eine nette Atmosphäre auf.
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Sonntag, 8. Juni 2008
EM-Tag 2
Österreich - Kroatien 0:1
Tschland - Polen 2:0
Tatort: Jasmine & Cathe über den Dächern Neuköllns
Wie vor 2 Jahren, nur mehr Emos.
Österreich - Kroatien 0:1
Tschland - Polen 2:0
Tatort: Jasmine & Cathe über den Dächern Neuköllns
Wie vor 2 Jahren, nur mehr Emos.
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Samstag, 7. Juni 2008
Dienstag, 3. Juni 2008
Sonntag, 1. Juni 2008
Das 9. Immergut-Festival - Gemischte Gefühle & Routine at its best!
Das war's dann schon wieder! Die 4 Tage flogen dahin, der Mietwagen abgegeben und die restlichen 5 Biere im Kühlschrank zu Hause. Mit ein paar Stunden Abstand und den aktuellen Blogeinträgen anderer Besucher im Kopf ist es nun Zeit, Revue zu passieren.Das Fazit vorneweg: Eines steht fest. Das Immergut ist mit mir erwachsen geworden. Die Routine, die man in 9 Jahren entwickelt, ist für mich immer wieder beeindruckend. Die Jungs und Mädels vom Immergut-Verein sind Profis mit Hang zu vielen kleinen, netten Details, die das Gros der Besucher leider nicht einmal sieht oder sehen kann, weil sehr wenige unter ihnen vermutlich im neunten Jahr dabei sind. Dieses Gefühl bleibt bestehen, es ist, auch wenn sich über die Eintrittspreise beschwert wird, kein Kommerzfestival ala Hurricane. Der Spaß ist den Machern anzumerken. Deshalb hier ein Kompliment, das ich einmal für die Arbeit, die ich mache bekam: "Behaltet euch euren Enthusiasmus!"
Gewachsen sind wir aber auch. Die Freunde um mich agieren als ein liebgewonnenes Profi-Festival-Team. Das Schwelgen in Erinnerungen ist ein für alle Mal vorbei. Das Warten auf den "Moment" ist bei mir dem Sichselbstgenugsein gewichen und man ist um eine neue Erfahrung reicher. Gemischte Gefühle eines 29jährigen...
Die Ankunft am Donnerstag Nachmittag hatte sich einmal wieder bezahlt gemacht. Nette Leute aus Frankfurt und Mainz teilten sich den Schattenplatz unter Birken mit uns. Der Kuchenbasar und der Gratis-Kaffee war eine richtig schöne Sache, auch die Lesung der fantastischen "Tiere streicheln Menschen" - unbedingt mal reinhören. Gefolgt wurde dies dann von "Psychedelic und Humor". Heinzer Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger aka Studio Braun lieferten ihre "Performance"; irgendetwas zwischen Lesung, Konzert und großem Quatsch. Ich weiß bis jetzt nicht wirklich, was ich dazu sagen soll. Das ging dem Publikum wohl mehrheitlich auch so. Es war ein Auftritt, der hängen blieb. Mit diesen Gedanken ging der Abend langsam vorbei. Der leuchtende "Mond" war übrigens ein Highlight - sorry für das Wortspiel... Nur leider war er am nächsten Morgen von irgendwelchen Vollspacken fast abgerissen worden. Soweit zur ersten Nacht, die gewohnt festivallaut war.
Erste Ernüchterung deswegen also am Freitag Morgen. Die Sonne ging auf; und schien auf uns, wie nichts Gutes - Sauna im Zelt. Ich hatte Osten ein wenig zu weit im Süden erwartet. Den Schatten hatten andere, die sehr viel weniger schliefen. Meine Sylvie schaute erst glücklich aus der spärlichen Wäsche, nachdem ich ihr einen "geheimen" Badeort gezeigt hatte, den sie aus den vergangenen 5 Jahren nicht kannte. Dann begann das übliche Festivalgedöns. Warten auf und telefonieren mit den Leuten "denen man schon mal einen Platz freigehalten hat."
Schließlich baumelte das Bändchen am Arm und die Blood Red Shoes spielten, meine Aufmerksamkeit galt aber erst einmal dem Kicker im Zigarettenhäuschen, in welchem ich dann auch schließlich ein Stündchen die Augen schonte. Und dann war es soweit: Die Weakerthans waren wieder da. Nur leider unterhalten sich selbst während der Akustikzugabe zum schlimmen Ort namens Winnipeg die Menschen immer an den unmöglichsten Stellen und natürlich in schwer ertragbarer Lautstärke. Irgendwann raste ich da bestimmt noch einmal aus. Blödes Zeug über Zahnbürsten zu erzählen, kann man sich doch auch woanders... Die Bekanntschaft mit den netten Drei des Cocktailstandes rettete dann jedoch die Stimmung. The Notwist, nicht so gut wie beim letzten Mal an gleicher Stelle, aber mit Console definitiv ein Glanzlicht! Zum bizarren Auftritt von Louie Austen muss ich mir noch Gedanken machen.
Der nächste Tag - Samstag. Die Sonne brennt so heiß, "dass die Schildkröten..." Werners Bootsshop vermietet uns 6 Leuten ein einziges Ruderboot. Werner, keine Ahnung ob er so hieß, wir nannten ihn aber gleich so, als Inbegriff des mecklenburgischen Sprödismus. Uhrzeit, Papiere, Unterschrift? - lass ma gut sein, ok dann nen Zehner. Ich mag es, das ist für mich ein wirklicher Teil von diesem unförmigen und schwer begreifbaren Begriff Heimat - die Leute von da oben, wo man selbst herkommt. Der Rest der Geschichte ist einfach Entspannung und Abkühlung.
Zurück auf dem Gelände ist um unsere Nachbarn der erwartbare Müllberg gewachsen, vom Pegel ganz zu schweigen - ich nenne das mal Konstante. Lo-Fi-Fnk rocken die Hauptbühne nicht wirklich, das Konzert wäre etwas später im Zelt definitiv tanzeskaliert. Dafür hätte GetWellSoon dort spielen sollen. Für mich das beste Konzert des Festivals. Und dann der Endspurt: Grillen + Cocktails. Meine erstes wirklich bewusst angesteuertes und erlebtes Slut-Konzert. Diesen Stadionrock hätte ich ihnen wirklich nicht zugetraut. Und - ich hadere schon länger mit mir - besser als The Notwist! Wenn man so will, Slut sind die einzigen, die aus der alten Immergut-Indieschiene immer noch da sind. Respekt!
Der Abschied vom Gelände - ein Trauerspiel. Aber im Vergleich mit dem besten Festivalabschluss, den ein Festival nur haben kann, nämlich dem KunstKAPITULATIONskonzert der Tocos im letzten Jahr, wäre kein Ende auch nur annähernd gut gewesen.
Sonntag: Nach once more sleepless in Neustrelitz dann der Aufbruch, so schnell wie möglich weg vom Schlachtfeld, in das sich das Zeltgelände gleich verwandeln wird. Diesen Anblick erspare ich mir lieber. Abgang 10Uhr. Schweinebraten und Chillen bei den Geschwistern auf dem Dorf.
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Samstag, 31. Mai 2008
Sonntag, 25. Mai 2008
Escapado - Cassiopeia
Das war eines der besten Konzerte in 2008! Ich hatte escapado bisher immer nur vom Hörensagen gekannt. Intensiv wie Alexisonfire. Ich hätte mir fast ein T-Shirt gekauft. Lang ist's her, dass ich das gemacht habe. Und das Cassiopeia als lauschige Umgebung mit Kino, Bar, Bratwurststand, Luftschutzkletterturm wird langsam zu meiner Lieblingslocation in der Stadt.
Und hier noch was, dass ich auf dem escapado-blog gefunden habe:
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Donnerstag, 15. Mai 2008
Smoke Blow - Lido
Setlist
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Mittwoch, 7. Mai 2008
15 Jahre Muff Potter - Lido
Das Lido war nun vielleicht zu gut 2/3 gefüllt. Ein Film begann, der irgendwie überhaupt nicht lustig war, was ein Anwesender, der sich später als ziemlicher Eimer erweisen sollte, auch lauthals kundtat. Artiger Applaus der Leute und los. Die Jungs um Nagel kamen mir während der ersten Songs recht kraftlos vor, es war verhältnismäßig leise, was sich im weiteren Verlauf in meiner Wahrnehmung vermutlich nur durch die nächsten Biere veränderte. Die Songauswahl hinterließ ein aufundab-Gefühl. Über die Stagedivekünste der Konzertbesucher habe ich ja kürzlich erst berichtet. Nagel kommentierte diese dann auch noch ähnlich. Nach 2 Zugaben war alles vorbei. Mehr wollte ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht. Dem Disput über Qualität des Konzerts und des Publikums am Ausgang zwischen zwei Begleitern wich ich aus.
Fazit: Wer viel erwartet, wird auch immer mal wieder enttäuscht. Eine erschöpfte Band traf auf ein widerwilliges Publikum.
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Dienstag, 6. Mai 2008
Das 9. Immergut-Festival - Vorwehen
Der Zeitplan steht:
Freitag, 30. Mai 2008
Haupt- und Nebenbühne
17:30-18:00 Ólafur Arnalds
18:05-18:35 The Audience
18:40-19:20 Blood Red Shoes
19:25-20:00 Trip Fontaine
20:05-20:55 Johnossi
21:00-21:40 Menomena
21:45-22:45 The Weakerthans
22:50-23:30 iLiKETRAiNS
23:40-01:00 The Notwist
01:15-02:00 Louie Austen
Samstag, 31. Mai 2008
15:30-16:00 Ter Haar
16:05-16:35 Microstern
16:45-17:30 John Goldtrain
17:40-18:15 Cartridge
18:25-19:10 Lo-Fi-Fnk
19:20-20:00 Get Well Soon
20:00-20:50 Girls in Hawaii
21:00-21:45 Fotos
21:55-23:10 Slut
23:15-00:00 Peter Licht
00:10-01:30 The Lemonheads
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Samstag, 3. Mai 2008
Blackmail - Postbahnhof
Und Jägermeister + Bier gab mir in meinem hohen Alter auch nach Ewigkeiten einmal wieder den Mut, von einem Monitor per Vorwärtsrolle hineinzutauchen - der Fall kam schnell, und ohne Folgen. Insgesamt ist es schön zu sehen, dass Blackmail eine Konstante ist - konstant gut!
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