Freitag, 11. Mai 2007

Eine Woche Bildungsseminar: "Berlins geheime Denkmäler - Sicherung vergessener Bauten"


Soweit die Füße tragen...
Jetzt weiß ich wieder, wie sich Schulklassen auf Abschlussfahrt in Berlin fühlen - tagsüber volles Programm, nachts auf Tour. (Zu Letzterem war ich dann doch nicht mehr in der Lage.)

Die Vereinskollegen Jürgen und Ralf hatten mich zu Ausbildungszwecken als Assistent mitgenommen, was bedeutet, man ist ab ca. 8:45 Uhr im Einsatz, Feierabend war meist gegen 16:30 Uhr.

Die Woche zusammengefasst: O-Ton Jürgen: "Es war das verregnetste Seminar aller Zeiten!"

Nachdem ich am Montag nicht teilnehmen konnte, stand am Dienstag ein Besuch der sagenumwobenen Gesundbrunnenquelle bevor. Verpennt, wie ich normalerweise um 8 Uhr bin, führte mich mein Weg jedoch zum Programmpunkt des Mittwochs - der Rohrpostzentrale im ehem. Haupttelegrafenamt in Mitte. Der Fehler war zehn Minuten vor 9 Uhr bemerkt, also weiter Richtung Gesundbrunnen. Niemand vor Ort, dann gegen 10:15 Uhr die Info, die Gruppe ist am Schwerbelastungskörper (Link).

Von dort sollte direkt der Luftschutz-Musterstollen (Link) auf dem am Columbiadamm in Kreuzberg liegenden ehemaligen Kasernengelände (heute Polizei) ein Besuch abgestattet werden. Ich war pünktlich vor Ort, die Gruppe nicht. Nach zwei intensiven Schauern entschloss ich mich, etwas auf dem Gelände herumzulaufen, die Seminarteilnehmer hatten sich aber auf dem großen Gelände gut getarnt.

Was soll's, back to Gesundbrunnen zu Curry mit Pommes. Den Laden kann ich echt empfehlen!

Um 13:30 Uhr stand ein Besuch im Holocaust-Denkmal an. Und Jürgen war endlich da. Ich war selbst noch nie im unterirdischen Ort der Information. Besonders beeindruckend, der Raum mit den Schriftstücken auf dem Fussboden.

Ein anschließender Rundgang im historischen Regierungsviertel brachte den Teilnehmern einiges Neue, incl. dem Besuch des UBahnhofs Mohrenstrasse, über dessen Marmor oftmals falsch geunkt wird, dass es die Täfelung aus der Neuen Reichskanzlei sei. Jürgen stellte dies richtig.

Der Mittwoch begann mit einem Termin im alten HTA (Link) in der Oranienburger Strasse. Ralf referierte, ich nutzte unterdessen die Zeit, um in der Kulturbrauerei die auf zwei Leute zusammen geschrumpfte BerlinOnBike Fahrradtruppe zu begrüßen. Zurück bei der Rohrpost ging es direkt zum Märkischen Museum. Nun bin ich kein ausgesprochener Frühzeitinteressierter Historiker, was sich durch den etwas zu ruhigen Vortrag des Referenten auch nicht änderte.
Die Mittagspause begann. Die Stabi am Potsdamer Platz hatte noch ein Buch für mich, danach gleich zurück zur Schloßfreiheit (Link).

Die unterirdischen Anlagen am Schloßplatz in Mitte waren für mich das Highlight der Woche. An dem Platz befand sich einst ein kaiserliches Nationaldenkmal, mit einer zentralen Reiterstatue von Wilhelm I. Damit der mehrere hundert Tonnen schwere Bronzeklotz nicht in dem morastigen Boden an dem Schleusenkanal versackte, errichteten die Altvorderen ein ausgedehntes Fundament aus Ziegelgewölben. Das für alliierte Siegesfotografien beliebte Denkmal war jedoch den Herren um Walter Ulbricht ein Dorn im Auge - es verschwand, die Fundamente blieben. Es erwartete uns eine feuchte, kühle Höhle unter einer dieser (für mich mittlerweile nicht mehr unscheinbaren) Luken auf dem Boden. Stalaktiten in allen Formen und Größen, an einigen Stellen Tropfsteinsäulen oder cm-dicke Ablagerungen. Hier und da breite Risse im Gemäuer, die bereits 1936 von den Ingenieuren in Augenschein genommen worden waren.
Der folgende Vortrag eines sehr ambitionierten Herren über die Geologie der Spreeinsel konnte ich neben den Abrruchgeräuschen des Palastes der Republik, dem Strassenlärm und einsetzender Erschöpfung nur noch bedingt folgen.

Donnerstag: Uni und schlafen

Freitag: Treffpunkt 8:45 Uhr UBahnhof Südstern, Ziel Gasometer und Luftschutzbunker Fichtestrasse (Link)
Die BVG-Auskunft sagt 25 min ab Schönhauser Allee. Am Westkreuz fiel mir dann auch schon auf, dass der Fichtebunker in Kreuzberg zu finden ist, von dem ich mich nun immer weiter entfernte. Dummerweise sind Südkreuz und Südstern verschiedene Stationen - ich war schließlich nach einer einstündigen Fahrt um 8:55 Uhr am Ziel, zum Glück hatte der gute Jürgen sich auch irgendwie verfahren. Mein Eindruck von diesem Denkmal: Typische bedrückend enge Räume und Gänge auf 4 Etagen für 6000 Menschen... ein großer Bunker!

Danach kam das Highlight Nr. 2: Ein Besuch des ältesten kontinentaleuropäischen UBahntunnels von 1895 (Link). 295m lang schlängelt sich dieser unter dem Gelände der AEG im Wedding entlang, teilweise liegen sogar noch die Schienen drin. Mit der Seminarkritik und die Verteilung der Zertifikate in der Kantine der TU auf dem AEG-Gelände fand das Bildungsseminar sein Ende.

Dank an Jürgen und Ralf. Vielleicht komme ich zum nächsten Seminar "Mythos Friedhöfe" wieder als Assistent mit.

Dienstag, 24. April 2007

Fototermin

Hier nochmal zur Erinnerung. Die beste Gelegenheit im Spreewald haben wir ja dummerweise verpasst. LINK

Montag, 23. April 2007

Murder by Death - Bassy, Berlin

Murder by Death - Bassy Berlin















Das Resumee vorneweg. Ein perfekter Abend!

Das Bassy (Link), der Cowboy Club, war leider nur mässig gefüllt, was für uns nicht schlimm war. Der Band wäre ein volles Haus gegönnt gewesen. Denn was Murder by Death aus Indiana boten, war großartige traurige Musik aus den staubigen Weiten des Südens, wo die Würmer noch im Tequlia schwimmen und Whiskey instead of Water getrunken wird, weil es sonst nicht zum aushalten wäre...

Was die Band auszeichnet, sind das dominante Cello und die Unterhemd tragende Stimme des Sängers. Nicht wenig mit der Gesamtstimmung des Abends hatte schließlich auch, das sei an dieser Stelle hinzugefügt, die schöne Cellistin der Band zu tun. Jeder versuchte, den Blick auf die Bühne nicht durch unüberlegtes Bierholen oder Bierwegbringen zu verlieren. Mark auf der Empore, Akiem und der Autor in erhöht stehenden Friseurstühlen.

'ne Setlist gab es auch noch. (Link)

Dienstag, 3. April 2007

Endlich neue Setlists


So. Der Stapel an Setlisten ist erst einmal abgearbeitet...

LINK

Donnerstag, 29. März 2007

All That Remains & Misery Signals - Magnet Berlin



Mark und ich waren seit langem mal wieder auswärts Biere trinken und Krachmucke hören. Der Eintritt war mit 16 € zwar ganz schön hoch, aber ein überzeugender Gig von Misery Signals als Tourauftakt errinnerte an alte Zeiten.

http://www.miserysignals.net/

-> youtube

All that remains? Noch nie was von gehört... oder doch. Interessantes Konzert, bei dem für jeden was dabei war. Der Anfang Metalcore-Gegniedel wie bei Darkest Hour, dazwischen Emostücke, dann auch mal Kreisch- und Grunz-Death-Metal. ...wie soll sich das auf einer Platte wohl anhören.
Alles in allem ein guter Abend, der schon um 0:00 Uhr endete!

http://www.allthatremainsonline.com/

-> youtube

Dienstag, 27. März 2007

Deftones - Columbiahalle Berlin

Endlich ein neuer Eintrag!

Bekanntermaßen gastierten die Deftones in Berlin. Glücklicherweise hatte mir meine Sylvie die Karte geschenkt. So standen wir dann mit vielleicht 1500 anderen Leuten in der alles andere als vollen Columbiahalle. Die Veranstalter sollten sich beim nächsten Mal wohl doch Gedanken um unverschämte Eintrittspreise machen... (34€)

Die üblichen lieben Verdächtigen waren natürlich auch dabei. Grüße an die beiden Ex-Rostocker, denen wir durch unser beherztes Nachvornedrängeln die Sicht versperrten. Dann wurde geschunkelt. Chino hat übrigens im Vergleich zum "Hole in the Earth"-Video ordentlich abgespeckt. Hätte ich Geld bezahlt, hätte ich mich geärgert. So war es ein angenehmes Konzert mit den üblichen Aktivitäten Trinken, Rauchen, Klatschen, Crowdsurfen etc.

Hab dann Chino nochmal nach 'ner Setlist gefragt. Voila!

Deftones - Columbiahalle Berlin

Montag, 26. Februar 2007

Mittwoch, 7. Februar 2007

Give it a name - Festival

Mittwoch, 24. Januar 2007

Neues aus der Anstalt!

Ich muss sagen, ich war begeistert gestern. Bereits wohlwollend in der taz angekündigt. Man darf auf das nächste mal gespannt sein!

Hier die ZDF-Ankündigung:


Zum ersten Mal geben Urban Priol und Georg Schramm live im ZDF "Neues aus der Anstalt" zum Besten: In ihrer neuen Sendung betrachten die beiden Kabarettisten die nationale und internationale Politik aus dem Foyer eines psychiatrischen Tagesklinik heraus. Hier wird in einem Zustand zwischen politischer und psychiatrischer Verstörtheit über den Zustand des Landes und seiner Mächtigen gewettert, gelacht, hier werden die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des Monats satirisch-bissig aufs Korn genommen.

Zu Gast in der ersten Sendung sind die Kabarettisten Dieter Hildebrandt, Jochen Malmsheimer, Rainald Grebe und Andreas Müller. "Neues aus der Anstalt" wird live aus München gesendet.

Sonntag, 21. Januar 2007

...nach dem umsonst-Tocotronic-Konzert am Alex Frühjahr 2004


Dank Björn sind dieses und andere schöne Fotos (wenn auch von minderer Qualität) jetzt endlich auf meinem Rechner und nicht mehr nur auf diesem Handy-Knochen!

Donnerstag, 4. Januar 2007

Harald Schmidt spezial - Was tun, Herr Beckenbauer aka Olli Dittrich?

Broken Links

Großes Kino! Endlich mal richtige Comedy. Nix was man jemals am Scary Friday auf SAT1 oder sonstwo sehen würde!


PS: Nachdem ich meinen Blog auf die Beta-Version geflasht hab, funzt der normale youtube-post nicht mehr. Verdammte google-Geschichte...

Der Dittsche-Trailer



Das perlt! Und noch einen hinterher!

Walls of Jericho - A trigger full of promises

Broken Link

Oh mein Gott. Irgendwer hat Alexandra Neldel geschwängert und sie eingesperrt!

Is Candice irgendwie breiter geworden oder täuscht das? Das Video ist meiner Meinung nach nicht grad die Welt.