Dienstag, 21. August 2007

Highfield Festival 2007, die IV. Part III

Ein viertes Highfield-Festival - ein wenig mehr Ernüchterung. Es war ein schönes Festival. Die Bands, die man sehen wollte bzw. konnte (darauf wird hier wenig später eingegangen) hat man fast alle geschafft. Da ich meine Bestrebungen nach mehr Gruppendynamik schon bei früheren Festivals aufgegeben habe, blieben auch einige dieser einsamen Momente hängen. (Siehe: Immergut 2007) Am Freitag von From Autumn to Ashes kommend, das stickige Zelt verlassen, die Sonne scheint und schon begrüßen einen Tocotronic mit "Wir sind raus und wir sind stolz darauf!" (Die Jungs haben's zwar in einem anderen Zusammenhang gemeint, aber es passte an der Stelle nur sehr gut!).
Alles in Allem scheint sich jedoch das Publikum zu verändern, und nicht nur weil ich älter geworden bin. Mittlerweile ist jeglicher "alternativer" Touch verloren gegangen. Es scheint, dass es für die Kids gar nicht auf die eigentliche Veranstaltung ankommt. Warum die meisten wirklich da waren, konnte ich nicht wirklich feststellen. Für viele kommt es wohl nur noch darauf an, dabei gewesen zu sein und gut. Anders läßt sich die Leere vor der Bühne wohl kaum erklären. Mein Gefühl sagt mir, dass die wirklichen Band-Pilgerer unter 25% lagen. Und dann ist auch noch etwas anderes verschwunden, was den Flair ausmachte - den Strandsand hat man durch groben Schotter ersetzt.

Und nun zur Musik: Wie ich wenig später erfuhr, konnte zu dem besten Konzert des Festivals leider nicht jeder rein. Das neue Coca-Cola-Zelt war so ungünstig aufgebaut, dass erstmal am Anfang die Technik eingedrückt wurde, das Konzert mehrfach abgebrochen werden mußte, um die Leute aufzufordern, doch bitte weiter nach links durchzurücken. Es war völlig überfüllt, weil zu klein. Es ist ja nicht so, dass Scorpio keine Erfahrungen mit Zelten hat. Ich habe jedenfalls beim Hurricane noch nie so eine Scheiße erlebt. From Autumn to Ashes gaben dann aber Gas und ich war begeistert!

Überrascht haben mich die Silversun Pickups und Fall Out Boy. Sylvie hatte die Pickups schon auf MotorFM gehört und sie waren richtig gut.

Zum Rest: Nach anfänglicher Euphorie enttäuschten Billy Talent erneut. Chris Cornell brachte zu wenige wirklich rockende Stücke (es kann auch an meiner körperlichen Erschöpfung am Sonntag gelegen haben).

Millencolin, Jimmy Eat World und Blackmail waren nach Schulnotensystem 2+.

Der Auftritt von Interpol, aber darüber mag man streiten, war gut aber mir zu cool. Sie sind nicht OASIS! ;-)

PS: Vielen Dank auch hier noch einmal öffentlich an Björns Mama, unsere liebe Gastgeberin am Donnerstag Abend.

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